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Die kalifornische Kettennatter

Ich möchte hier mal meine Hausarbeit für die Schule über die kalifornische Kettennatter vorstellen:

a) Biologie:

Die kalifornische Kettennatter gehört zu der Gattung der Lampropeltis (Königsnattern). Diese wiederum gehören zur Unterfamilie der Colubrinae (eigentliche Nattern). Die Königsnattern besiedeln in der Natur weite Teile Nordamerikas. Angefangen im Süden Kanadas bis hin zum Norden Südamerikas. Sie werden in 8 Arten unterteilt:
Lampropeltis alterna (2 Unterarten),
Lampropeltis calligaster (3 Unterarten),
Lampropeltis getula (9 Unterarten),
Lampropeltis mexicana (4 Unterarten),
Lampropeltis pyromelana (4 Unterarten),
Lampropeltis ruthveni (1 Unterart),
Lampropeltis triangulum (25 Unterarten),
Lampropeltis zonata (7 Unterarten).
Alle Königsnattern und Kettennattern sind Würgeschlangen, das heißt sie sind ungiftig. Verbreitet sind die Kettennattern zwischen dem 41. und 43. Breitengrad zwischen der- Pazifik und Atlantikküste, bzw. dort auch am Golf von Mexiko. Die kalifornische Kettennatter ist an der Westküste der USA und auf der Halbinsel „Baya California“ verbreitet. Die Zeichnung dieser Natter ist meistens schwarz-weiß geringelt, kann aber auch schwarz-weiß gestreift sein.

Im Terrarium sind die Albino-Kettennattern sehr beliebt und viel gezüchtet. Die Größe der kalifornischen Kettennatter variiert zwischen 90 und 150cm, nur selten können sie bis zu 2 Meter lang werden. Sie sind tag- und dämmerungsaktiv und leben in unterschiedlichen Lebensräumen. Sie ist in der Wüste, auf Ackerland, in Flussniederungen und in Laub und Nadelwäldern aufzufinden. Wie alle Schlangen hat die kalifornische Kettennatter Schuppen, die nicht, wie viele glauben, glitschig sind, sondern glatt, glänzend und trocken.


b) Haltungsvoraussetzungen und Erwerb

Die wichtigste Voraussetzung für die Haltung der kalifornischen Kettennatter
ist das Terrarium. Vor dem Erwerb der Tiere muss dieses in Betrieb und fertig eingerichtet sein. Vom Gesetz her kann ein Wohnungsvermieter die Haltung der kalifornischen Kettennatter nicht verbieten, da sie zu den Kleintieren gehört und ungefährlich ist. Das Terrarium muss so aufgebaut sein, das die Natter nicht daraus entfliehen kann. Kaufen kann man sie in Zoomärkten, von Privathaltern die die Tiere vermehrt haben, oder direkt beim Züchter. Diese Variante ist die beste, da die Tiere dann nachgezüchtet und nicht aus der Natur entnommen wurden.


c) Das Terrarium

Das Terrarium ist die Grundlage für die artgerechte Haltung der kalifornischen Kettennatter. Da kalifornische Kettennattern Bodenbewohner sind, kommt es vor allem auf die Fläche an. Meine Kettennatter hat ein Terrarium der Größe 120x60x60cm (Länge x Tiefe x Höhe) zur Verfügung. Zur Einrichtung gehören bei mir unter anderem 10cm hoch eingefüllte Terrarienerde, in der das Tier sehr gerne wühlt. Desweiteren sind einige Verstecke im Terrarium, da die Schlange ohne diese ständigem Stress ausgesetzt wäre. Wichtig ist auch ein großer Wasserbehälter, an dem das Tier nicht nur trinkt, sondern auch darin badet. Klettermöglichkeiten in Form von Ästen befinden sich auch im Terrarium, die jedoch nicht sehr oft von der Natter genutzt werden. Jungschlangen, die gerade erst geschlüpft sind, werden am besten in kleinen Terrarien gehalten, da sie darin besser zur Futteraufnahme gebracht werden können. Im Alter von ca. 1-2 Jahren können sie dann in ein großes Terrarium umgesetzt werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Haltung ist die Beleuchtung und die Beheizung des Terrariums. Im Behälter sollte es 22-27°C warm sein, punktuelle Wärmequellen unter dem Heizstrahler können bis zu 35°C erreichen. Schlangen benötigen kein UV-Licht. Wenn die Temperaturen unter 15°C sinken, dann ruht die Natter und bleibt in ihrem Versteck. Die Strahler sollten so angebracht sein, das die Kettennatter die Stellen aufsuchen kann, wo für sie im Moment die richtige Temperatur ist.

Neben Licht und Wärme sind Belüftung und Luftfeuchtigkeit wichtig. Die Belüftung sollte so angebracht sein, das frische Luft unten einströmt und oben wieder abzieht. Als Lüftung wird meistens Lochblech oder Gaze benutzt. Die Luftfeuchtigkeit wird entweder mit einer Pflanzensprühflasche per Hand gesteuert, oder bei größeren Terrarien mit einer elektronischen Sprühanlage. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 50% und 70% liegen und während der Häutung auf bis zu 90% ansteigen. Die Luftfeuchtigkeit kann mit echten Pflanzen besser gehalten werden, von denen ich auch 2 Stück im Terrarium habe. Echte Pflanzen sollten aber stabil gewachsen sein, da sie von den Schlangen sonst sehr schnell zerdrückt werden. Als Alternative zu echten Pflanzen gibt es Kunstpflanzen, von denen ich auch 2 im Terrarium habe. Die Klettermöglichkeiten kann man durch eine Rückwand erweitern. Meine habe ich selber gebaut aus Styropor, Fliesenkleber und Sand.


d) Die Ernährung

Kettennattern sind Fleischfresser. In der Natur jagen sie hauptsächlich kleine Wirbeltiere, die meistens nach dem Fang erwürgt und dann verschlungen werden. Dort gehören zu ihrer Beute Kleinsäuger, Vögel, Amphibien, Echsen, andere Schlangen und Schildkröten. Außerdem ist die kalifornische Kettennatter kannibalisch, das heißt, dass sie bei Futtermangel auch Artgenossen fressen könnte. Die Tatsache, dass die kalifornische Kettennatter in ihrer Heimat auch Giftschlangen wie Klapperschlangen und Kupferköpfe frisst, macht sie dort sehr beliebt. Gegenüber deren Schlangengiften ist sie sehr widerstandsfähig. Im Terrarium werden als Futter meistens Mäuse und Küken angeboten. Jungschlangen sind zu klein, um ausgewachsene Mäuse zu fressen. Sie bekommen Pinkys, Speckies und Springer als Nahrung. Diese Namen beschreiben die aktuelle Größe der Maus. Man unterscheidet zwischen lebendiger und toter Nahrung. Ich verfüttere ausschließlich gefrorene Mäuse, die vorher im Terrarium aufgetaut worden. Man kann die Mäuse vor der Fütterung mit Vitaminen anreichern, was aber bei einem gesunden Tier normalerweise nicht nötig ist. Wenn man mehrere Tiere zusammen hält, sollte man die Kettennattern bei der Fütterung trennen. Es kann vorkommen, dass sich 2 Tiere in eine Maus verbeißen, und dann die größere die kleinere mit verschlingt.


e) Die Pflege und Vermehrung

Zur Pflege gehören vor allem die künstlich hergestellten Klimaverhältnisse. Dazu gehören nicht nur die Sommertemperaturen, sondern auch die Winterruhe. In der Natur gehen Schlangen in Winterruhe, um die kalten Tage und Nächte zu überleben. In dieser Jahreszeit wird die Nahrung knapp, was bei höherer Körpertemperatur der Kettennattern zum Verhungern führen würde. So wird Ende November bis Anfang Dezember das Licht und die Heizung ausgeschaltet, damit im Terrarium die Temperaturen unter 10°C sinken. Können diese Temperaturen im Wohnraum oder Zimmer nicht hergestellt werden, so wird die Schlange in einer extra Kiste bzw. Terrarium in einem kühleren Raum wie dem Keller untergebracht. In der Natur hält die kalifornische Kettennatter in der heißesten Zeit des Sommers zusätzlich eine Sommerruhe, was im Terrarium bei beständigen Temperaturen nicht nötig ist. Bei artgerechter Haltung ist es möglich, die kalifornische Kettennatter im Terrarium zur Fortpflanzung zu bringen. Dieses ist ein immer beliebter werdender Teil in der Haltung der kalifornischen Kettennatter. Nach der Winterruhe häuten sich die Kettennattern zuerst. Die Männchen beginnen nun langsam mit den ersten Paarungsversuchen. Wenn das Weibchen diese Versuche erwidert, steht einer Paarung nichts mehr im Wege. Die Tiere paaren sich nun mehrmals und im Bauch des Weibchens reifen die Eier heran. Nach 40-70 Tagen werden diese im Terrarium abgelegt. Der Eier werden vom Halter aus dem Terrarium entnommen und in ein Brutgerät gelegt, wo sie dann nach ca. 60 Tagen schlüpfen. Die 2-20 Jungschlangen sind beim Schlupf ungefähr 27cm lang. Nach wenigen Tagen häuten sich die Jungen das erste Mal, danach fangen sie selbstständig an zu fressen. Wenn sie dies das erste mal tun, so steht einer gesunden Aufzucht nichts mehr im Wege.


f) Farb- und Zeichnungsvarianten

Die kalifornische Kettennatter ist durch viele verschiedene Züchtungen zu vielen unterschiedlichen Farb- und Zeichnungen gekommen. Sehr viel gezüchtet werden die Albino-Kettennattern, das sind Schlangen, denen der für die Färbung nötige Stoff „Melanin“ fehlt. Die Kettennatter hat dann zwar eine Zeichnung, genauso wie die normal gefärbten, sie sind dann jedoch nur weiß, mit kleinen Gelbanteilen. Die Augen sind rot gefärbt, da man direkt auf die Netzhaut sieht (Bild unten Mitte). Zusätzlich unterscheidet man zwischen der geringelten Normalform und der längsgestreiften Form. Die längsgestreifte Form (unten rechts) ist weiß mit 1-3 schwarzen oder braunen nach hinten durchgehenden Streifen. Die geringelte Form (unten links) ist weiß mit schwarzen oder braunen Ringen.

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  17.05.2009:

- Lygodacytlus williamsi
 
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